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Personenbeförderung

Personenbeförderung:  Der ultimative Guide für Taxi, Chauffeur, Krankentransport & Co. 

Die Personenbeförderung ist eine tragende Säule der modernen Mobilität in Deutschland. Sie sorgt dafür, dass wir flexibel, sicher und pünktlich unsere Ziele erreichen, sei es der Weg zur Arbeit, der Transfer zum Flughafen, der Besuch beim Arzt oder die stilvolle Ankunft bei einem besonderen Anlass. Doch die Welt der Personenbeförderung ist vielfältig und oft komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Von der schnellen Bestellung eines Taxi in der Nähe über die Buchung eines exklusiven privater Chauffeur Service bis hin zur Organisation eines medizinisch notwendigen Krankentransport, die Anforderungen und Möglichkeiten sind breit gefächert.


Dieser umfassende Leitfaden dient als Ihr ultimativer Kompass durch den deutschen Markt der Personenbeförderung. Er wurde von den Experten von Dienstleistungen24 erstellt, um Ihnen detaillierte, verlässliche und praxisnahe Informationen zu allen Aspekten des Themas zu bieten. Wir beleuchten die Unterschiede zwischen den einzelnen Diensten, erklären die Kostenstrukturen, erläutern die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigen Ihnen, wie Sie für jede Situation den passenden Anbieter finden. Dienstleistungen24 ist dabei Ihre zentrale Plattform, die Sie schnell und unkompliziert mit geprüften und zuverlässigen Anbietern für jede Art der Personenbeförderung verbindet.

Inhalt

1. Die Welt der Personenbeförderung: Was Sie wissen müssen

Von A nach B und so viel mehr: Ein Überblick über die Transportarten der Personenbeförderung

Die gewerbliche Personenbeförderung in Deutschland umfasst ein breites Spektrum an Dienstleistungen, die weit über den einfachen Transport hinausgehen. Jede Dienstleistung ist auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten und unterliegt eigenen rechtlichen und qualitativen Standards. In diesem Guide konzentrieren wir uns auf drei Kernbereiche:

  1. Das klassische Taxi: Der Inbegriff der alltäglichen, flexiblen Mobilität. Ein Taxi ist ideal für spontane Fahrten, den schnellen Weg zum Bahnhof oder den sicheren Heimweg in der Nacht. Der Taxi Service ist flächendeckend verfügbar und preislich reguliert.
  2. Der exklusive Chauffeur Service: Für Geschäftsreisen, besondere Anlässe oder einfach für den Wunsch nach höchstem Komfort. Ein Chauffeur bietet mehr als nur eine Fahrt; er liefert ein Premium-Erlebnis mit luxuriösen Fahrzeugen, persönlicher Betreuung und absoluter Diskretion.
  3. Der essenzielle Krankentransport: Eine spezialisierte Dienstleistung für Menschen mit medizinischem Betreuungsbedarf. Ob Krankenfahrt zum Arzttermin oder ein qualifizierter Krankentransport nach einem Klinikaufenthalt, hier stehen Sicherheit, Sorgfalt und die Einhaltung medizinischer Standards an erster Stelle.

Alle diese Formen der gewerblichen Personenbeförderung werden durch das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) geregelt. Dieses Gesetz schafft den rechtlichen Rahmen, stellt die Sicherheit der Fahrgäste sicher und definiert die Pflichten der
Taxiunternehmen und anderer Anbieter. In den letzten Jahren hat sich der Markt durch die Digitalisierung stark gewandelt. Neue Mobilitätskonzepte wie Ride-Pooling-Dienste drängen auf den Markt, was zu einer Modernisierung des PBefG führte, um diesen Innovationen einen rechtlichen Rahmen zu geben und gleichzeitig einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Taxi, Chauffeur oder Krankentransport: Den richtigen Service für jeden Bedarf finden

Die Wahl des richtigen Transportmittels hängt vollständig von Ihren individuellen Anforderungen ab. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier ein kurzer Überblick, der als Wegweiser für die folgenden, detaillierten Kapitel dient:

  • Wählen Sie ein Taxi, wenn… Sie schnell, spontan und zu einem regulierten Preis von A nach B kommen müssen. Ein Taxi bestellen ist die Standardlösung für den alltäglichen Mobilitätsbedarf in der Stadt.
  • Wählen Sie einen Chauffeur Service, wenn… Sie eine Fahrt im Voraus planen, Wert auf höchsten Komfort, Luxus und einen personalisierten Service legen. Ein privater Fahrer ist die ideale Wahl für Geschäftsreisende, VIPs und besondere Anlässe.
  • Wählen Sie einen Krankentransport, wenn… Sie oder ein Angehöriger aus medizinischen Gründen befördert werden müssen. Hier geht es nicht nur um den Transport, sondern auch um die notwendige Betreuung und eine barrierefreie Ausstattung, wie sie zum Beispiel ein Rollstuhltaxi in der Nähe bietet.

Jeder dieser Bereiche hat seine eigenen Besonderheiten, von der Buchung über die Kosten bis hin zu den Qualifikationen des Fahrpersonals. In den folgenden Abschnitten werden wir jeden dieser Dienste im Detail untersuchen, damit Sie stets eine informierte Entscheidung treffen können.

2. Das Taxi: Ihr verlässlicher Partner im Nahverkehr

Das Taxi ist seit Jahrzehnten das Rückgrat der individuellen Mobilität in deutschen Städten und war lange Zeit auch in ländlichen Gebieten unverzichtbar. Es steht für Zuverlässigkeit, flächendeckende Verfügbarkeit und eine durch staatliche Regulierung geschaffene Preissicherheit. Diese Verlässlichkeit steht jedoch im Kontrast zu den modernen Herausforderungen: Deregulierungstendenzen, der Wettbewerb durch neue App-basierte Fahrdienste und ein sich wandelndes Kundenverhalten setzen die traditionellen Taxiunternehmen unter Druck. Dennoch bleibt die Rolle des Taxis, insbesondere für spezialisierte Dienstleistungen wie Krankenfahrten und aufgrund seiner transparenten, behördlich festgelegten Tarifstruktur, ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs.

Wie bestelle ich ein Taxi? Von der Taxizentrale bis zur App

Die Art und Weise, wie wir ein Taxi bestellen, hat sich im Laufe der Zeit erheblich verändert. Während die klassische Taxizentrale weiterhin eine wichtige Rolle spielt bei der Personenbeförderung, haben digitale Lösungen die Buchung revolutioniert und noch bequemer gemacht.

"Taxi in meiner Nähe": Lokale Taxiunternehmen schnell finden

Der traditionellste und nach wie vor sehr verbreitete Weg, ein Taxi in der Nähe zu finden, führt über die lokale Taxizentrale. Ein Anruf bei der bekannten Taxi Nummer der Stadt genügt, und ein Fahrzeug wird zum gewünschten Standort geschickt. Diese Zentralen koordinieren die Flotten der angeschlossenen Taxiunternehmen und gewährleisten eine schnelle Vermittlung. Ein großer Vorteil vieler etablierter Taxi Firmen ist ihre Erreichbarkeit rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Man kann sich darauf verlassen, zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Fahrmöglichkeit zu finden. Eine weitere klassische Methode ist das Heranwinken eines freien Taxis auf der Straße oder der Gang zu einem der vielen offiziellen Taxistände, die sich typischerweise an Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Verkehrsknotenpunkten befinden.

Parallel zu den traditionellen Methoden hat sich das online Taxi bestellen fest etabliert. Viele Taxiunternehmen bieten heute die Möglichkeit, eine Fahrt direkt über ihre Website oder über eine eigene Smartphone-App zu buchen. Dieser Wandel hin zu digitalen Kanälen spiegelt den allgemeinen Trend zur Digitalisierung wider und bietet den Kunden mehr Komfort und Transparenz. Darüber hinaus hat sich die Branche an den Wettbewerb durch neue Mobilitätsanbieter angepasst. So gibt es mittlerweile Kooperationen zwischen traditionellen Taxibetrieben und großen Plattformen wie Uber. In vielen deutschen Städten können Nutzer über die Uber-App nun auch lizenzierte Taxis zum regulären Taxitarif buchen, was die Reichweite und die technologische Anbindung des klassischen Taxigewerbes stärkt. Diese Integration zeigt, wie die Branche neue Technologien nutzt, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kunden moderne Buchungsoptionen zu bieten.

Was kostet eine Taxifahrt? Einblicke in Taxitarife und Gebühren

Ein entscheidender Unterschied zwischen einem Taxi und vielen anderen Fahrdiensten liegt in der Preisgestaltung. Die Taxitarife in Deutschland sind nicht dem freien Markt überlassen, sondern werden von den jeweiligen Städten und Landkreisen in einer Taxitarifordnung verbindlich festgelegt. Dies schützt die Fahrgäste vor willkürlichen Preisen und sogenanntem „Surge Pricing“ (Preisanstiegen bei hoher Nachfrage) und sorgt für eine hohe Transparenz.
Eine typische Taxifahrt setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen :

  • Grundgebühr: Ein fester Betrag, der bei Antritt jeder Fahrt fällig wird.
  • Kilometerpreis: Der Preis pro gefahrenem Kilometer. Dieser ist oft gestaffelt, was bedeutet, dass die ersten Kilometer teurer sind als die nachfolgenden.
  • Wartezeit: Eine Gebühr, die pro Minute oder Stunde anfällt, wenn das Taxi im Stau steht oder auf den Fahrgast wartet.


Die Höhe dieser Gebühren variiert von Stadt zu Stadt erheblich. Hier einige Beispiele aus deutschen Großstädten:

  • Berlin: Die Grundgebühr beträgt 4,30 Euro. Die ersten drei Kilometer kosten 2,80 Euro pro Kilometer, von Kilometer drei bis sieben sind es 2,60 Euro, und danach sinkt der Preis auf 2,10 Euro pro Kilometer. Für ein Großraumtaxi mit 5 bis 8 Fahrgästen wird ein Zuschlag von 5,00 Euro erhoben.
  • Hamburg: Hier liegt die Grundgebühr bei 4,50 Euro. Für die Beförderung von mehr als vier Personen in einem Großraumtaxi wird ein Zuschlag von 8,00 Euro fällig.
  • Frankfurt am Main: Die Tarife unterscheiden sich nach Tages- und Nachtzeit. Der Grundpreis beträgt tagsüber 2,75 Euro und nachts 3,25 Euro. Der Zuschlag für mehr als vier Fahrgäste in einem Großraumtaxi liegt bei 7,00 Euro.
  • Dortmund: Auch hier gibt es unterschiedliche Tag- und Nachttarife. Der Zuschlag für die Beförderung von mehr als vier Personen beträgt 6,00 Euro.


Jedes Taxi in Deutschland muss gesetzlich mit einem geeichten Taxameter ausgestattet sein, das den Fahrpreis exakt berechnet. Am Ende der Fahrt hat der Fahrgast Anspruch auf eine detaillierte Quittung („Taxiquittung“), auf der alle Posten der Fahrt aufgeführt sind.

Spezialfall Großraumtaxi: Wenn mehr Platz benötigt wird als Personenbeförderung

Für Gruppen, Familien mit viel Gepäck oder den Transport sperriger Gegenstände ist ein normales Taxi oft zu klein. Hier kommt das Großraumtaxi ins Spiel, eine flexible Lösung für besondere Personenbeförderung. 

Großraumtaxi bestellen für 5 bis 8 Personen 

Ein Großraumtaxi ist ein Fahrzeug, das für die Beförderung von fünf bis acht Fahrgästen plus Fahrer ausgelegt ist.Typische Modelle für diesen 

Taxi Service sind geräumige Vans wie der VW T5 (oder Caravelle), der Mercedes-Benz Vito oder der Hyundai H1. 

Es ist wichtig zu wissen, dass die Verfügbarkeit dieser Fahrzeuge begrenzt sein kann. Insbesondere zu Stoßzeiten wie am Wochenende, während Messen oder in den Abendstunden kann es länger dauern, ein freies Großraumtaxi zu finden. Daher ist es sehr empfehlenswert, ein Großraumtaxi bestellen im Voraus zu planen und telefonisch bei einer Taxizentrale zu reservieren. Wenn kein Fahrzeug für 7 oder 8 Personen verfügbar ist, bieten viele Zentralen an, alternativ zwei normale Taxis zu schicken. 

Kosten und Zuschläge für Großraumfahrten 

Die Nutzung eines Großraumtaxis ist mit einem speziellen Zuschlag verbunden, der ebenfalls in der lokalen Taxitarifordnung festgeschrieben ist. Dieser Zuschlag wird in der Regel dann fällig, wenn tatsächlich mehr als vier Fahrgäste befördert werden. Die Höhe des Zuschlags ist, wie die regulären Tarife, von Stadt zu Stadt unterschiedlich: 

  • Hamburg: 8,00 Euro 
  • Frankfurt: 7,00 Euro 
  • Dortmund: 6,00 Euro 
  • Berlin: 5,00 Euro 
  • Köln: 6,00 Euro 

Dieser Zuschlag wird auf dem Taxameter separat ausgewiesen und zum regulären Fahrpreis addiert. 

3. Die deutsche Taxibranche: Fakten, Zahlen und aktuelle Herausforderungen

Das Taxigewerbe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Vor der Pandemie umfasste die Branche rund 23.533 Unternehmen, die etwa 148.388 Menschen beschäftigten und einen Jahresumsatz von ca. 6 Milliarden Euro erwirtschafteten. Andere Erhebungen, die möglicherweise eine andere Zählweise anwenden (z.B. nur registrierte Firmen statt aller Kleingewerbe), kommen auf rund 7.983 Taxiunternehmen. Die COVID-19-Pandemie traf die Branche hart und führte im Jahr 2020 zu einem dramatischen Umsatzeinbruch von 37,5 %.

Besonders in ländlichen Regionen ist ein besorgniserregender „Taxischwund“ zu beobachten. Die Ursachen sind vielschichtig: Steigende Betriebskosten, insbesondere durch den Mindestlohn und hohe Kraftstoffpreise, zwingen die
Taxiunternehmen zu Preiserhöhungen. Diese wiederum führen zu einer sinkenden Nachfrage, da die Kunden auf günstigere Alternativen ausweichen oder Fahrten ganz vermeiden. Dieser Teufelskreis macht das Geschäftsmodell Taxi auf dem Land zunehmend unrentabel. Hinzu kommen veränderte soziale Gewohnheiten, wie der Rückgang von Diskothekenbesuchen, die früher eine wichtige Einnahmequelle für Nachtfahrten darstellten.

In den städtischen Ballungszentren sieht sich die Branche anderen Herausforderungen gegenüber. Hier ist der Wettbewerbsdruck durch app-basierte Fahrdienste und Carsharing-Angebote die größte Bedrohung für das traditionelle Personenbeförderung / Taxigeschäft. Die Branche reagiert darauf mit der Integration neuer Technologien und der Kooperation mit digitalen Plattformen, um im Wettbewerb zu bestehen.

Taxi-Kosten im Check: So viel zahlst du in Deutschlands Metropolen

Mal eben schnell ins Taxi springen? Je nachdem, wo du in Deutschland unterwegs bist, kann das preislich einen großen Unterschied machen. Von der Grundgebühr bis zum Kilometerpreis gibt es erhebliche Abweichungen. Wir haben die Tarife der großen Städte für dich verglichen.

Berlin: Günstiger auf langen Strecken 

In der Hauptstadt wird eine längere Fahrt belohnt, denn der Kilometerpreis sinkt mit der Distanz. 

  • Grundgebühr: 4,30 € 
  • Preis pro km: Startet bei 2,80 € und sinkt ab dem siebten Kilometer auf 2,10 €. 
  • Wartezeit/Stunde: 33,00 € 
  • Großraumtaxi: 5,00 € Aufschlag für 5-8 Personen. 

Hamburg: Klarer Schnitt nach neun Kilometern 

Die Hansestadt macht es einfach: Nach neun Kilometern wird es deutlich günstiger. 

  • Grundgebühr: 4,50 € 
  • Preis pro km: 2,70 € für die ersten neun Kilometer, danach nur noch 2,00 €. 
  • Wartezeit/Stunde: 38,00 € 
  • Großraumtaxi: 8,00 € extra für mehr als vier Fahrgäste. 

München: Ein Preis für alle(s) 

Die bayerische Landeshauptstadt setzt auf einen einheitlichen und leicht verständlichen Tarif, hat aber die höchste Grundgebühr im Vergleich. 

  • Grundgebühr: 4,80 € 
  • Preis pro km: Immer 2,10 €. 
  • Wartezeit/Stunde: 30,00 € 

Frankfurt a.M.: Wenn der Preis von der Uhrzeit abhängt 

In der Mainmetropole wird es nachts teurer. Dafür ist die Grundgebühr am Tag unschlagbar günstig. 

  • Grundgebühr: 2,75 € (Tag) / 3,25 € (Nacht) 
  • Preis pro km: ca. 1,65 € (Tag) bzw. 1,75 € (Nacht) 
  • Wartezeit/Stunde: ca. 21,00 € (Tag) / 28,00 € (Nacht) 
  • Großraumtaxi: 7,00 € Zuschlag. 

Dortmund: Nachts wird’s teurer im Revier 

Ähnlich wie in Frankfurt beeinflusst auch in Dortmund die Tageszeit den Preis für Grundgebühr und Wartezeit. 

  • Grundgebühr: 4,50 € (Tag) / 5,00 € (Nacht) 
  • Preis pro km: Der erste Kilometer ist mit 2,50 € am teuersten, danach wird es günstiger. 
  • Wartezeit/Stunde: 33,00 € (Tag) / 38,00 € (Nacht) 
  • Großraumtaxi: 6,00 € Aufpreis für größere Gruppen. 

Hinweis: Die angegebenen Tarife sind Momentaufnahmen und können sich ändern. Die genauen Werte sind den jeweils gültigen lokalen Taxitarifordnungen für Personenbeförderung zu entnehmen. 

4. Exklusivität und Komfort: Der Chauffeur Service und Limousinenservice

Während das Taxi die funktionale und spontane Mobilität des Alltags abdeckt, positioniert sich der Chauffeur Service in einem gänzlich anderen Segment. Es handelt sich hierbei nicht einfach um eine teurere Taxifahrt, sondern um eine eigenständige Dienstleistungskategorie, die auf Personalisierung, Professionalität, Luxus und einem ganzheitlichen Serviceerlebnis einer Personenbeförderung basiert. Der Wert eines Chauffeur Service liegt nicht nur im Transport, sondern in der Qualität der gesamten Erfahrung, von der planbaren Buchung über den makellosen Komfort bis hin zur absoluten Diskretion. Diese Eigenschaften rechtfertigen den höheren Preis und machen den luxury car service zur bevorzugten Wahl für anspruchsvolle Geschäfts- und Privatkunden.

Mehr als nur ein Fahrer: Der entscheidende Unterschied zwischen Taxi und Chauffeur

Um die richtige Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen, ist es essenziell, die fundamentalen Unterschiede zwischen einem Taxiservice und einem Chauffeur Service zu verstehen. Diese liegen in nahezu allen Aspekten der Personenbeförderung. 

  • Service-Level

Die Aufgabe eines Taxifahrers ist primär transaktional: Er bringt den Fahrgast sicher und effizient von Punkt A nach Punkt B. Ein Chauffeur hingegen bietet einen proaktiven, personalisierten und serviceorientierten Ansatz. Er agiert als diskreter Assistent auf Zeit, kümmert sich um Gepäck, öffnet Türen, kennt die Vorlieben seiner Stammkunden und sorgt für ein rundum angenehmes Reiseerlebnis. 

  • Fahrzeugqualität 

Ein Taxi ist ein funktionales Fahrzeug, das den gesetzlichen Anforderungen entsprechen muss. Bei einem Chauffeur Service können Kunden ein Fahrzeug aus der Ober- oder Luxusklasse erwarten. Typischerweise kommen hier makellos saubere und gewartete Limousinen wie eine Mercedes-Benz S-Klasse, ein Audi A8 oder sogar ein Maybach zum Einsatz, die mit Annehmlichkeiten wie Ledersitzen, Getränken und WLAN ausgestattet sind. 

  • Professionalität & Training

Taxifahrer benötigen den Personenbeförderungsschein, der ihre grundsätzliche Eignung sicherstellt. Chauffeure durchlaufen oft zusätzliche, intensive Schulungen in den Bereichen Fahrsicherheit, Etikette, Diskretion und Kundenservice. Sie treten 

stets professionell gekleidet auf und zeichnen sich durch exzellente Umgangsformen aus. 

  • Buchung & Preismodell

Ein Taxi kann spontan auf der Straße herangewunken oder kurzfristig per Anruf oder App bestellt werden. Die Abrechnung erfolgt über das Taxameter, der Preis ist also von der Strecke und der Verkehrs- und Wartezeit abhängig. Ein Chauffeur Service wird hingegen immer im Voraus gebucht. Der Preis wird dabei als Festpreis für eine bestimmte Strecke oder als Stundensatz vereinbart, was dem Kunden absolute Kostensicherheit und Planbarkeit gibt. 

Wann lohnt sich ein Chauffeur Service? Anlässe und Vorteile der Personenbeförfderung

Die Buchung eines privaten Fahrers ist in vielen Situationen nicht nur ein Luxus, sondern eine sinnvolle und effiziente Investition in Komfort, Zeit und einen professionellen Auftritt.

Flughafentransfer

Ein Chauffeur macht den Weg zum oder vom Flughafen zu einem stressfreien Erlebnis. Der Service umfasst in der Regel die Überwachung des Flugstatus, eine persönliche Abholung mit Namensschild direkt im Ankunftsterminal und die Hilfe beim Gepäcktransport. Man vermeidet Wartezeiten am Taxistand und kommt entspannt am Ziel an.

Für Geschäftsleute wird das Fahrzeug zum mobilen Büro. Die Zeit zwischen Terminen kann effizient für Telefonkonferenzen, die Vorbereitung von Meetings oder konzentriertes Arbeiten genutzt werden. Die Diskretion des Chauffeurs gewährleistet dabei die Vertraulichkeit sensibler Gespräche. Bei sogenannten Roadshows, bei denen mehrere Termine in kurzer Zeit an verschiedenen Orten wahrgenommen werden müssen, ist ein Chauffeur Service unerlässlich für eine pünktliche und reibungslose Logistik.

Bei Hochzeiten, Jubiläen, Opernbesuchen oder Gala-Veranstaltungen wird die Fahrt selbst Teil des besonderen Erlebnisses. Die Ankunft in einer eleganten Limousine mit einem professionellen Chauffeur unterstreicht die Exklusivität des Anlasses. 

Ein privater Fahrer mit Ortskenntnis kann individuelle Stadtrundfahrten gestalten, die weit über Standard-Touristenrouten hinausgehen. Dies ermöglicht eine komfortable und persönliche Entdeckung einer Stadt. 

Kosten eines Chauffeur Service: Was kostet es, einen privaten Fahrer zu mieten?

Die Kosten für einen Chauffeur sind naturgemäß höher als für eine Taxifahrt, spiegeln aber das deutlich höhere Niveau von Service, Fahrzeug und Professionalität wider. Die Abrechnung erfolgt in der Regel nach einem von drei Modellen: Stundensätze, Tagessätze oder feste Pauschalpreise für definierte Transfers wie zum Beispiel zum Flughafen.


Die Stundensätze für einen Chauffeur Service in Deutschland beginnen typischerweise bei etwa 60 bis 80 Euro für eine Business-Limousine (z.B. BMW 5er, Mercedes E-Klasse). Für eine Luxus-Limousine (z.B. Mercedes S-Klasse) oder einen Van (z.B. Mercedes V-Klasse) muss man mit Preisen ab 100 Euro pro Stunde rechnen. Oft gibt es eine Mindestbuchungsdauer von drei oder vier Stunden.
Die finalen Kosten für den Chauffeur hängen von mehreren Faktoren ab :

  • Fahrzeugkategorie: Business, First Class oder Van.
  • Buchungsdauer: Längere Buchungen führen oft zu einem reduzierten Stundensatz.
  • Inklusivkilometer: Stundentarife beinhalten meist eine bestimmte Anzahl freier Kilometer.
  • Zusatzleistungen: Besondere Wünsche wie Getränke an Bord oder spezielle Besorgungen.
  • Region und Anbieter: Die Preise können je nach Stadt und Renommee des Anbieters variieren.


Einige Anbieter berechnen auch nur den Chauffeur selbst, wenn dieser ein vom Kunden gestelltes Fahrzeug fährt. Hier können die Preise bei etwa 34 Euro pro Stunde (zzgl. MwSt.) beginnen. Für eine genaue Kalkulation ist es immer ratsam, ein individuelles Angebot einzuholen.

Taxi oder Chauffeur? Mehr als nur eine Fahrt von A nach B

Auf den ersten Blick scheint der Unterschied gering: Man wird gefahren. Doch zwischen einem klassischen Taxi und einem Chauffeur Service liegen Welten. Wir zeigen dir, worin sie sich unterscheiden und welcher Service von Personenbeförderung für dich der richtige ist.

Der klassische Taxiservice: Spontan und funktional

Das Taxi ist der bewährte Begleiter für den Alltag. Es ist schnell verfügbar, standardisiert und auf Effizienz ausgelegt.

  • Das Fahrzeug: Funktionale Standard-Fahrzeuge, die dich
  • Der Service: Der Fokus liegt klar auf der Beförderung von A nach B. Du buchst spontan an der Straße, am Taxistand oder per App.
  • Der Preis: Die Kosten sind variabel und werden transparent über das Taxameter abgerechnet, basierend auf Grundgebühr, Strecke und Wartezeit.
  • Ideal für: Alltagsfahrten, den schnellen Weg zum Bahnhof oder wenn du spontan einen Transport brauchst.

Der exklusive Chauffeur Service:

Geplant, persönlich und luxuriös
Ein Chauffeur Service bietet mehr als nur eine Fahrt, er ist ein Erlebnis. Hier stehen Komfort, Diskretion und personalisierter Service an erster Stelle.

  • Das Fahrzeug: Eine makellose Luxuslimousine oder ein Business-Van. Hier reist du mit Stil.
  • Der Service: Hochprofessionelle Chauffeure, geschult in Etikette und Diskretion, kümmern sich um alles, vom „Meet & Greet“ am Flughafen bis zur Gepäckhilfe. Jede Fahrt wird im Voraus geplant und auf deine Wünsche zugeschnitten.
  • Der Preis: Du erhältst einen festen, vorab vereinbarten Preis. Keine Überraschungen, egal wie lange die Fahrt dauert.
  • Ideal für: Geschäftsreisen, VIP-Transfers, besondere Anlässe wie Hochzeiten oder einfach, wenn du eine Reise besonders komfortabel und stressfrei gestalten möchtest.

5. Krankentransport und Krankenfahrten: Sicher und umsorgt ans Ziel

Der Bereich des medizinisch notwendigen Transports ist für viele Patienten und deren Angehörige oft eine große Herausforderung. Das deutsche Gesundheitssystem hat hierfür ein hochgradig reguliertes, aber auch komplexes System für die Personenbeförderung geschaffen. Die korrekte Unterscheidung der Begriffe, das Verständnis der Voraussetzungen für eine 

Kostenübernahme und die Kenntnis der Abläufe sind entscheidend, um unnötige Kosten zu vermeiden und eine sichere Beförderung zu gewährleisten. Die zentrale Unterscheidung zwischen einer Krankenfahrt und einem Krankentransport ist dabei der Schlüssel, da sie über die Art des Fahrzeugs, die Qualifikation des Personals und vor allem über die Abrechnung mit der Krankenkasse entscheidet. 

Der feine Unterschied: Krankentransport vs. Krankenfahrt

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es aus rechtlicher und medizinischer Sicht einen fundamentalen Unterschied, der für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen entscheidend ist.

 

Die Krankenfahrt:

Hierbei handelt es sich um einen sogenannten unqualifizierten Transport. Der Patient ist in einem stabilen Zustand und benötigt während der Fahrt keine medizinisch-fachliche Betreuung oder Überwachung. Eine Krankenfahrt kann daher mit einem normalen Taxi, einem Mietwagen oder auch einem Privatfahrzeug durchgeführt werden. Der Fahrer leistet Hilfestellung, z.B. beim Ein- und Aussteigen oder beim Verladen von Gehhilfen, ist aber kein medizinisches Personal.

 

Der Krankentransport:

Dies ist ein qualifizierter Transport für Patienten, die während der Fahrt eine fachliche Betreuung oder die besondere Einrichtung eines speziellen Fahrzeugs, des Krankentransportwagens (KTW), benötigen. Dies ist der Fall, wenn ein Patient beispielsweise nur liegend transportiert werden kann, Sauerstoff benötigt, eine ansteckende Krankheit hat oder sein Zustand eine Überwachung der Vitalfunktionen erfordert. Der Krankentransport wird von ausgebildetem Personal begleitet.

Beide Formen sind klar von der Rettungsfahrt abzugrenzen. Diese ist für akute Notfälle vorgesehen und wird mit einem Rettungswagen (RTW) durchgeführt, der eine notfallmedizinische Versorgung ermöglicht.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse (GKV)

Damit die gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Krankentransport Kosten übernimmt, müssen strenge Kriterien erfüllt sein. Die Grundlage bildet fast immer eine ärztliche Verordnung, und oft ist zusätzlich eine Genehmigung der Kasse erforderlich.

Die ärztliche Verordnung („Transportschein“): Wann ist ein Krankentransport medizinisch notwendig? 

Die Basis für jede Kostenübernahme ist die „Verordnung einer Krankenbeförderung“, oft auch als „Transportschein“ bezeichnet (offiziell: Muster 4). Diese muss von einem Arzt ausgestellt werden, der damit die zwingende medizinische Notwendigkeit der Fahrt bescheinigt. Eine Fahrt nur zum Abholen eines Rezepts ist beispielsweise nicht verordnungsfähig. Der Arzt legt auf der Verordnung auch fest, welches Transportmittel (z.B. Taxi oder KTW) aufgrund des Gesundheitszustands des Patienten erforderlich ist. 

Typische medizinische Gründe für einen qualifizierten Krankentransport sind unter anderem : 

 

  • Der Patient muss liegend befördert werden. 
  • Der Patient benötigt während der Fahrt Sauerstoff. 
  • Es besteht eine Infektionsgefahr, die besondere Schutzmaßnahmen erfordert. 
  • Der Zustand des Patienten macht eine kontinuierliche medizinische Überwachung notwendig. 
  • Der Patient ist verwirrt oder desorientiert und benötigt eine fachkundige Begleitung. 

Genehmigungspflicht und Ausnahmen 

Als Grundregel gilt: Fahrten zu einer ambulanten Behandlung müssen fast immer vorab von der Krankenkasse genehmigt werden. Der Patient oder der Transportdienstleister reicht die ärztliche Verordnung bei der Kasse ein, die dann über die Kostenübernahme entscheidet. 

Es gibt jedoch wichtige Ausnahmefälle, in denen keine vorherige Genehmigung erforderlich ist. Dies vereinfacht den Prozess für Patienten in bestimmten Situationen erheblich. Zu diesen Ausnahmen gehören: 

 

1. Fahrten im Zusammenhang mit einer stationären Behandlung: 

Dies umfasst die Fahrt zur Aufnahme ins Krankenhaus, die Entlassungsfahrt nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung sowie Verlegungsfahrten zwischen Kliniken. 

2. Patienten mit bestimmten Pflegegraden oder Schwerbehinderungen: 

Personen mit Pflegegrad 4 oder 5 sowie Personen mit Pflegegrad 3 und einer dauerhaft ärztlich bescheinigten Mobilitätseinschränkung können ohne vorherige Genehmigung ein Taxi für medizinisch notwendige Fahrten nutzen. Dasselbe gilt für Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit den Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos). 

3. Fahrten zu hochfrequenten Serienbehandlungen: 

Dazu zählen insbesondere Fahrten zur Dialyse, zur onkologischen Strahlen- oder Chemotherapie. Auch wenn die Behandlungsserie als Ganzes oft genehmigt werden muss, ist nicht für jede einzelne Fahrt eine neue Genehmigung nötig. 

Die genauen Regelungen sind in der Krankentransport-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) festgelegt, dem höchsten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. 

Zuzahlungen: Was kostet Personenbeförderung / Krankentransport für Kassenpatienten? 

Auch wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt, müssen gesetzlich Versicherte einen Eigenanteil leisten. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 % der Fahrtkosten, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro einzelner Fahrt. Wichtig ist hierbei, dass die Hin- und die Rückfahrt als zwei separate Fahrten gelten, für die jeweils eine Zuzahlung fällig wird. Diese Regelung gilt auch für Kinder und Jugendliche.

Viele Krankentransport-Dienstleister, die Vertragspartner der Krankenkassen sind (z.B. „AOK Vertragspartner“), rechnen den Großteil der Kosten direkt mit der Kasse ab. Der Patient muss dann nur noch die Zuzahlung an den Fahrer oder per Rechnung entrichten. 

6. Was kostet ein Krankentransport privat? Ein Leitfaden für Selbstzahler und Privatversicherte

Wenn keine ärztliche Verordnung vorliegt, die Fahrt von der Krankenkasse nicht genehmigt wird oder aus privaten Gründen erfolgt, muss der Patient die Krankentransport Kosten selbst tragen. Auch Privatversicherte treten in der Regel zunächst in Vorleistung und reichen die Rechnung anschließend bei ihrer Versicherung zur Erstattung ein.
Die Kosten für einen privaten Krankentransport können stark variieren und setzen sich meist aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Grundpauschale / Anfahrtspauschale: Ein fester Betrag für die Bereitstellung des Fahrzeugs und des Personals. Diese kann je nach Art des Transports stark schwanken, von ca. 18 Euro für eine einfache sitzende Fahrt bis über 110 Euro für einen Liegendtransport.
  • Kilometerpreis: Pro gefahrenem Kilometer wird ein Betrag berechnet, der typischerweise zwischen 2,70 Euro und 3,50 Euro liegt.
  • Wartezeit: Muss das Personal beim Arzt oder im Krankenhaus warten, wird dies pro Stunde abgerechnet. Die Stundensätze können erheblich sein und von 52 Euro bis über 120 Euro reichen.
  • Zuschläge: Für Fahrten an Sonn- und Feiertagen oder für besondere Anforderungen (z.B. Infektionstransporte) können zusätzliche Gebühren anfallen.

Ein einfacher privater Krankentransport innerhalb einer Stadt kann so schnell zwischen 100 und 300 Euro kosten. Es ist daher immer ratsam, vorab einen Kostenvoranschlag einzuholen.

Spezialisierte Krankentransporte

Neben den Standardfahrten gibt es spezialisierte Dienste, die auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit eingeschränkter Mobilität zugeschnitten sind.

 

Rollstuhltaxi in der Nähe: Barrierefreie Mobilität sicherstellen


Für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist ein normales Taxi oft keine Option. Ein Rollstuhltaxi (auch Behindertenfahrdienst oder Rollstuhltransport genannt) ist mit spezieller Technik ausgestattet, um eine sichere und komfortable Beförderung zu ermöglichen.
Die technischen Anforderungen sind in Normen wie der DIN 75078 geregelt. Dazu gehören:

  • Zugangssysteme: Die Fahrzeuge verfügen über eine Rampe oder einen Hebelift, um den Rollstuhl sicher ins Fahrzeug zu befördern.
  • Rückhaltesysteme (WTORS): Sowohl der Rollstuhl als auch die Person im Rollstuhl müssen mit speziellen Gurtsystemen gesichert werden. Als Stand der Technik gilt hier das sogenannte „Kraftknoten“-System, das die bei einem Unfall auftretenden Kräfte sicher in die Fahrzeugkarosserie ableitet.
  • Geschultes Personal: Die Fahrer sind im Umgang mit den Systemen und in der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen geschult. Sie helfen beim Ein- und Aussteigen und sorgen für die korrekte Sicherung.

Benötigen Sie einen barrierefreien Transport? Finden Sie hier geprüfte Anbieter für ein Rollstuhltaxi in Ihrer Nähe auf Dienstleistungen24.de. 

Liegendtransport: Anforderungen und Durchführung


Ein Liegendtransport ist für Patienten notwendig, die aus medizinischen Gründen nicht sitzen können und auf einer Trage befördert werden müssen. Dieser Service wird von den meisten
Krankentransport-Unternehmen angeboten. Die Fahrzeuge sind mit einer speziellen Halterung für die Trage und oft mit einer luftgefederten Hinterachse für eine erschütterungsarme Fahrt ausgestattet. Je nach Zustand des Patienten kann dieser Transport von medizinischem Fachpersonal begleitet werden.

7. Ihr Weg zum Profi: So werden Sie Fahrer in der Personenbeförderung

Der Einstieg in die berufliche Personenbeförderung in Deutschland ist streng reguliert, um ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Fahrgäste zu gewährleisten. Wer als Chauffeur, Taxifahrer oder im Krankentransport arbeiten möchte, muss seine persönliche und fachliche Eignung nachweisen. Der Weg in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Taxiunternehmen oder Chauffeur Service erfordert eine zusätzliche Qualifikation. Dieser Prozess lässt sich in zwei wesentliche Stufen unterteilen: der Erwerb des Personenbeförderungsscheins für den einzelnen Fahrer und die Fachkundeprüfung bei der IHK für den Unternehmer. Indem wir diese komplexen Verfahren in verständliche Schritte zerlegen, positioniert sich Dienstleistungen24 als wertvolle Ressource für alle, die eine Karriere in dieser Branche anstreben.

Der Personenbeförderungsschein (P-Schein): Die Lizenz zum Fahren

Der sogenannte P-Schein ist die grundlegende Voraussetzung, um gewerblich Fahrgäste befördern zu dürfen.

 

Wer braucht einen Personenbeförderungsschein?


Die offizielle Bezeichnung lautet „Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung“ (FzF), umgangssprachlich ist jedoch der Begriff Personenbeförderungsschein oder P-Schein geläufig. Er wird für die gewerbliche Beförderung von bis zu acht Personen (plus Fahrer) benötigt. Folgende Berufsgruppen müssen im Besitz eines gültigen P-Scheins sein:

  • Taxifahrer (Taxi)
  • Mietwagenfahrer (dazu zählt auch der Chauffeur in einem Limousinenservice)
  • Fahrer im Krankentransport
  • Fahrer im Schülerverkehr oder für den Transport von Menschen mit Behinderung

Schritt für Schritt zum P-Schein: Alle Voraussetzungen im Detail


Die Erteilung des P-Scheins ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, die in § 48 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) festgelegt sind. Der Antrag wird bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde am Wohnort gestellt.

 

Mindestalter, Führerscheinbesitz und ärztliche Gutachten
  • Mindestalter: Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Eine Ausnahme gilt für das Führen von Krankenkraftwagen, hier ist der Erwerb bereits mit 19 Jahren möglich.
  • Führerscheinbesitz: Der Bewerber muss seit mindestens zwei Jahren im Besitz einer EU-Fahrerlaubnis der Klasse B sein. Für den Krankentransport verkürzt sich diese Frist auf ein Jahr.
  • Ärztliche Eignung: Die körperliche und geistige Eignung muss durch mehrere Gutachten nachgewiesen werden. Dazu gehören eine allgemeine ärztliche Untersuchung (gemäß Anlage 5 FeV), ein augenärztliches Gutachten zum Sehvermögen (gemäß Anlage 6 FeV) und, insbesondere bei Ersterteilung oder für Bewerber ab 60 Jahren, ein Funktions- und Leistungstest zur Überprüfung von Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastbarkeit.

 

Führungszeugnis und Eignungstests
  • Persönliche Zuverlässigkeit: Ein zentraler Punkt ist die persönliche Zuverlässigkeit. Diese wird anhand eines polizeilichen Führungszeugnisses (Belegart „O“, zur Vorlage bei einer Behörde) überprüft, das bei der Antragstellung mit beantragt wird. Einträge im Fahreignungsregister in Flensburg werden ebenfalls geprüft. Als Faustregel gilt, dass ein Antrag bei mehr als fünf Punkten kaum Aussicht auf Erfolg hat.
  • Erste Hilfe: Speziell für den Krankentransport ist der Nachweis der Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe zwingend erforderlich.
  • Fachkundenachweis: Die frühere Pflicht zur Ortskundeprüfung wurde für Taxifahrer durch einen allgemeineren „Nachweis der Fachkunde“ ersetzt. Die genauen Inhalte und Prüfungsmodalitäten werden vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) festgelegt.

Was kostet der Personenbeförderungsschein?

Die Gesamtkosten für den Erwerb des P-Scheins können sich auf bis zu 300 Euro summieren. Sie setzen sich aus verschiedenen Gebühren zusammen:

  • Antragsgebühr bei der Behörde: ca. 40 – 50 Euro
  • Gebühr für das Führungszeugnis: 13 Euro
  • Kosten für die ärztlichen Gutachten: ca. 80 – 150 Euro
  • Eventuell Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs und Passfotos.

8. Der nächste Schritt: Die IHK-Fachkundeprüfung

Wer nicht nur als angestellter Chauffeur oder Taxifahrer arbeiten, sondern ein eigenes Taxiunternehmen oder einen Chauffeur Service gründen möchte, muss eine weitere, anspruchsvolle Hürde in der Personenbeförderung nehmen.

Warum die Fachkundeprüfung für Taxi- und Mietwagenunternehmer entscheidend ist

Um eine Genehmigung (Konzession) für den Betrieb eines Unternehmens im Personenverkehr / Personenbeförderung zu erhalten, reicht der P-Schein des Fahrers nicht aus. Der Unternehmer oder die zur Führung der Geschäfte bestellte Person muss gegenüber der Industrie- und Handelskammer (IHK) die fachliche Eignung nachweisen. Diese Prüfung stellt sicher, dass der Unternehmer über das notwendige kaufmännische, rechtliche und technische Wissen verfügt, um ein solches Gewerbe ordnungsgemäß zu führen. Erst mit der bestandenen Fachkundeprüfung kann bei der zuständigen Verkehrsbehörde die Konzession beantragt werden.

Prüfungsinhalte und Ablauf: Recht, Finanzen und Technik

Die Fachkundeprüfung ist umfassend und verlangt eine intensive Vorbereitung. Der Ablauf und die Inhalte sind bundesweit standardisiert, auch wenn die Durchführung bei den lokalen IHKs liegt.

  • Prüfungsablauf: Die Prüfung besteht aus zwei schriftlichen Teilen von je 60 Minuten und einer mündlichen Prüfung von bis zu 30 Minuten.
    • Schriftlicher Teil 1: Beinhaltet Multiple-Choice-Fragen und offene Fragen zu allen Sachgebieten.
    • Schriftlicher Teil 2: Besteht aus einer Fallstudie mit Berechnungsaufgaben (z.B. Kostenkalkulation).
    • Mündliche Prüfung: Dient der Vertiefung und Klärung von Fragen aus den schriftlichen Teilen.
  • Prüfungsinhalte: Der offizielle „Orientierungsrahmen“ der IHKs gibt die Themengebiete vor. Dazu gehören unter anderem:
    • Recht: Personenbeförderungsrecht (PBefG), Straßenverkehrsrecht (StVO, StVZO), Arbeits- und Sozialrecht, Steuer- und Vertragsrecht.
    • Kaufmännische und finanzielle Führung: Buchführung, Kostenrechnung, Kalkulation von Beförderungsentgelten, Zahlungsverkehr, Versicherungswesen.
    • Technische Normen und technischer Betrieb: Fahrzeugzulassung, Wartung, technische Anforderungen an Taxis und Mietwagen (BOKraft).
    • Straßenverkehrssicherheit und Umweltschutz: Unfallverhütung und Sicherheitsmanagement.

Vorbereitung und Kosten der IHK-Prüfung

Aufgrund der Komplexität der Themen wird eine gründliche Vorbereitung dringend empfohlen. Die IHKs selbst führen die Prüfungen durch, bieten aber aus Neutralitätsgründen keine eigenen Vorbereitungskurse an. Es gibt jedoch zahlreiche private Bildungsträger, die spezialisierte Lehrgänge anbieten. Die Kosten für die Prüfung selbst variieren je nach IHK-Bezirk, liegen aber typischerweise im Bereich von 130 bis 230 Euro.

9. Dienstleistungen24: Ihr Portal für Personenbeförderung

Nachdem wir die vielfältige Welt der Personenbeförderung in all ihren Facetten beleuchtet haben, vom schnellen Taxi über den exklusiven Chauffeur Service bis hin zum unerlässlichen Krankentransport, wird deutlich, wie wichtig es ist, den richtigen Anbieter für die jeweilige Anforderung zu finden. Genau hier setzt Dienstleistungen24 an.

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10. Häufig gestellte Fragen zu Personenbeförderung

Was ist der Unterschied zwischen Taxi, Chauffeur und Krankentransport in der Personenbeförderung?

Ein Taxi ist für spontane Alltagsfahrten mit variablem Taxameter-Preis. Ein Chauffeur Service wird für geplante Anlässe mit Fokus auf Luxus und Service zum Festpreis gebucht. Ein Krankentransport ist eine spezialisierte Fahrt für Menschen mit medizinischem Betreuungsbedarf.

Wie setzen sich Taxikosten zusammen?

Die Kosten sind behördlich geregelt und bestehen aus einer Grundgebühr, einem Preis pro Kilometer und einer Gebühr für Wartezeiten. Ein geeichtes Taxameter sorgt für eine transparente Abrechnung.

Wann lohnt sich ein Chauffeur Service?

Ein Chauffeur lohnt sich für geplante Fahrten, bei denen Komfort, Diskretion und ein professioneller Auftritt wichtig sind, etwa bei Geschäftsreisen oder besonderen Anlässen. Der garantierte Festpreis und der hohe Servicegrad sind die Hauptvorteile.

Wann zahlt die Krankenkasse einen Krankentransport?

Die Kasse zahlt bei medizinischer Notwendigkeit, die ein Arzt auf einem „Transportschein“ bescheinigt. Meist ist eine Genehmigung vor der Fahrt nötig, es sei denn, es handelt sich um Fahrten ins Krankenhaus oder für Patienten mit hohem Pflegegrad. Eine Zuzahlung (5-10 €) fällt an.

Was ist der Unterschied zwischen Krankenfahrt und Krankentransport?

Eine Krankenfahrt ist für Patienten, die keine medizinische Betreuung während der Fahrt benötigen und z. B. im Taxi sitzen können. Ein Krankentransport ist für Patienten, die Betreuung brauchen oder liegend transportiert werden müssen.

Wie bestelle ich ein Taxi für mehr als 4 Personen?

Für 5 bis 8 Personen benötigen Sie ein Großraumtaxi. Dieses sollte wegen begrenzter Verfügbarkeit telefonisch bei einer Taxizentrale vorbestellt werden. Es wird ein offizieller Zuschlag auf den Fahrpreis erhoben.

Was ist der Personenbeförderungsschein (P-Schein)?

Der P-Schein ist die gesetzlich vorgeschriebene Lizenz für alle, die gewerblich Personen befördern (Taxi-, Chauffeur-, Krankentransportfahrer). Er bestätigt die persönliche und gesundheitliche Eignung des Fahrers.

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